Minimalinvasive Hüftendoprothetik am EK: Prof. Dr. Jörn Zwingmann und sein Team setzen auf modernste OP Techniken

Prof. Dr. Jörn Zwingmann, der neue Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie, etabliert am St. Elisabethen-Klinikum in Ravensburg die minimalinvasive Implantation von Hüftprothesen. Durch den Einsatz dieser Technik verbessert sich die Lebensqualität der Patienten dank beschleunigter Erholungszeit nach der Operation. Mit einem speziell auf den minimalinvasiven Zugang ausgerichteten OP-Tisch optimiert die OSK auch ihre technische Ausstattung.

 

Mitglieder des OP Teams der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie im Operationssaal am speziellen Tisch für minimalinvasive Hüftprothesen; von links nach rechts: Anne Scholz (OP Koordination), Prof. Dr. Jörn Zwingmann (Chefarzt), Raymund Bay (Leitender Oberarzt), Julia Dammenmiller, Stefanie Hallmann und Manuela Dorner (Operationstechnische Assistentinnen)

 

Der von Prof. Zwingmann und seinem Team jetzt am EK angewandte vordere minimalinvasive Zugang in der Hüftendoprothetik ermöglicht eine so genannt „atraumatische“ Operation, bei der Körpergewebe überhaupt nicht oder in nur sehr geringem Maße verletzt wird. Es ist laut dem Chefarzt eine Technik, welche intermuskuläre und intervenöse Ebenen berücksichtigt. Dadurch werde das Risiko, Muskeln, Sehnen, Gefäße und Nerven bei dem Eingriff zu verletzen, beträchtlich vermindert.

Prof. Dr. Zwingmann beschreibt die Vorteile für die Patienten: „Im Rahmen der Operation werden keine Muskeln durchtrennt und geschädigt. Dies führt unter anderem zu einer schnelleren Rehabilitation. Auch sind in der Regel keine Bluttransfusionen notwendig, da der Blutverlust nur noch marginal ist.  Die Patienten haben deutlich geringere postoperative Schmerzen, kleinere Narben und einen kürzeren Krankenhausaufenthalt. Die Nachbehandlung und Rückkehr in den Alltag verläuft deutlich schneller.“  

Durch einen speziellen Tisch, den „RotexTable“, optimiert die OSK ihre technische Ausstattung des EK als einem modern aufgestellten  Zentrum minimalinvasiver Chirurgie in der Orthopädie und in der Unfallchirurgie. Bei dem Tisch handelt es sich um eine elektrisch bedienbare Lagerungshilfe für hüftarthroskopisch, hüftendoprothetische und traumatologische Eingriffe. Damit wird die neue minimalinvasive OP-Methode technisch möglich. Das Besondere an dem Gerät ist, dass ein Operateur die Beinposition eigenständig justieren kann. Zudem erhält er ein Feedback über die Gewebespannungen.

„Das System ist ein wichtiger technischer Baustein zur Umsetzung des neuen Zugangs und damit in der minimalinvasiven und schonenden Behandlung unserer Patienten“, betont Prof. Zwingmann. „Davon profitieren alle Patienten, bei denen wir durch die Implantation eines künstlichen Hüftgelenkes, der Hüftendoprothese,  die Lebensqualität  deutlich steigern können.“

Der minimalinvasive Zugang wird jedoch nicht nur bei geplanten Operationen praktiziert. Darüber hinaus werden auch Patienten mit dieser Methode operiert, welche zum Beispiel wegen eines gebrochenen Schenkelhalses als Notfälle ins Klinikum kommen. Zur Versorgung von Notfällen steht das Team der Unfallchirurgie und Orthopädie rund um die Uhr bereit.

„Diese Methode entspricht perfekt den Erfordernissen der modernen Medizin“, sagt der Leitende Oberarzt Raymund Bay, der als  Hauptoperateur am zertifizierten Endoprothetikzentrum der OSK  auch auf die Implantation von künstlichen Gelenken spezialisiert ist. Mit dem speziellen Operationstisch und dem schonenden Operationszugang habe die Klinik aktuell überregionale Bedeutung in der Region. Raymund Bay bezeichnet die Neuanschaffung als „weitere Investition in das Wohl der Patienten“.

Das EK stehe seit jeher für hohe Qualität in der Versorgung der Patienten, die im Mittelpunkt aller Bemühungen stehen. „Ich freue mich, einmal mehr gemeinsam mit meinem Team einen Beitrag zur hohen Qualität der Patientenversorgung mit der minimalinvasiven Technik in der Hüftendoprothetik in der Region zu leisten“, so Prof. Dr. Jörn Zwingmann.