Zwischen Dienstplan und Lebensgeschichte: OSK ehrt Jubilare mit bis zu 60 Dienstjahren

RAVENSBURG / WANGEN – Ein Abend voller Wertschätzung, Musik und lebendiger Erinnerungen: Bei der diesjährigen Jubilarfeier der Oberschwabenklinik (OSK) wurden 241 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geehrt, die seit 10 bis hin zu beeindruckenden 60 Jahren Teil des Klinikverbundes sind. Von 241 Jubilaren waren mehr als 100 Mitarbeitende bei der Feier dabei.
„Arbeitsjubiläen bieten die Möglichkeit, wenigstens kurz innezuhalten – in einer Zeit, die immer schnelllebiger und vielleicht auch oberflächlicher zu werden scheint“, sagte der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Michael Müller in seiner Ansprache. Geehrt wurden Jubilare mit 10, 15, 20, 25, 30, 35, 40 und 45 Dienstjahren. Ein besonderer Moment des Abends galt Erwin Egger: Seit 60 Jahren ist er Teil der OSK, begann seine Laufbahn mit 14 Jahren und ist bis heute im Patiententransport aktiv. Ein lebendiges Beispiel für das, was Michael Müller auf den Punkt brachte: „Jahre in der Oberschwabenklinik – das sind nicht einfach nur Jahre im Kalender. Das sind unzählige Dienstpläne, samt deren Änderungen, und Jahrzehnte voller Geschichten, die ein ganzes Buch füllen könnten.“
Auch OSK-Personalleiter Raimund Alker stellte die Bedeutung dieser langjährigen Verbundenheit heraus: „Wir sind stolz darauf, ein Team zu sein, das so viel interprofessionelle Erfahrung, Wissen und gelebte Menschlichkeit vereint.“ Viele der Geehrten hätten die Entwicklung der Oberschwabenklinik über Jahrzehnte hinweg miterlebt und mitgestaltet – von anderen Logos und Strategien bis hin zu Digitalisierung und moderner Hochleistungsmedizin.
Die Jubilare seien weit mehr als erfahrene Fachkräfte, sagte Alker weiter. Ihre Erfahrung, ihr Netzwerk und ihr Blick auf Veränderungen gäben Orientierung und Zuversicht, gerade in Zeiten des Wandels. „Damit sind Sie Schlüsselpersonen gelebter Kultur – neudeutsch würde man sagen: Influencer.“
Musikalisch begleitet wurde der Abend von der Band Mood Back von der Musikschule Ravensburg, die für eine entspannte, festliche Atmosphäre sorgte. Für kulinarische Höhepunkte zeichnete sich das Küchenteam um Volker Rüthlein verantwortlich. Als Zeichen des Dankes erhielten die Jubilare zudem liebevoll zusammengestellte Präsentkörbe.
Zum Abschluss brachte Michael Müller die Stimmung des Abends augenzwinkernd auf den Punkt: „Sie sind der lebende Beweis dafür, dass eine Klinik nicht aus Mauern und Geräten besteht – sondern aus Menschen. Mit Herz, Verstand und einer ordentlichen Portion schwäbischer Bodenständigkeit.“ Ein Abend, der gezeigt hat: Die Oberschwabenklinik lebt von den Menschen, die ihr über viele Jahre und Jahrzehnte ihr Gesicht geben.