Viel Erfahrung, ein klares Ziel: Dr. Martha Geiger ist neue Senior-Brustoperateurin

Damit gehört die Oberärztin der Frauenklinik am St. Elisabethen-Klinikum jetzt zu den erfahrenen Brustoperateuren der Oberschwabenklinik - darf künftig selbst Nachwuchs ausbilden.

RAVENSBURG – Eine besondere Auszeichnung für Dr. Martha Geiger: Die Ärztin aus dem Brustzentrum am St. Elisabethen-Klinikum Ravensburg ist nun Senior-Brustoperateurin. Damit gehört sie neben Agatha Rack und Dr. Marius Raiber zum erfahrenen Team der Brustoperateure. Die neue Qualifikation bedeutet für Geiger auch mehr Verantwortung: Künftig darf sie selbst Ärztinnen und Ärzte auf dem Weg zum Brustoperateur ausbilden.

„Den Senior-Brustoperateur erreicht zu haben bedeutet für mich eine Anerkennung meines bisherigen Werdegangs. Mir macht es viel Spaß, junge Kolleginnen und Kollegen auszubilden, dementsprechend sehe ich das als große Bereicherung für meinen Arbeitsalltag“, sagt Geiger. Hinter der Qualifikation steckt viel Erfahrung: Innerhalb von fünf Jahren müssen mindestens 150 Brustoperationen bei bösartigen Erkrankungen der Brust durchgeführt werden - zunächst unter Anleitung eines Senior-Brustoperateurs, später auch selbstständig. „Einen guten Grundstein habe ich dafür bereits in meiner Zeit am Westallgäu-Klinikum in Wangen unter Dr. Bücke und Dr. Mauch gelegt und konnte hier in Ravensburg dann sehr gut darauf aufbauen. Mit Frau Rack, Dr. Raiber und Dr. Duelli habe ich tolle und sehr erfahrene Kolleginnen und Kollegen an meiner Seite, bei denen ich mir auch noch viele Tricks abschauen und meine Operationstechnik verfeinern konnte und weiterhin kann.“

 

Sicherheit und ein gutes Ergebnis

 

Bei Brustoperationen zählt für Martha Geiger beides: medizinische Sicherheit und ein möglichst gutes Ergebnis. „Mir ist natürlich zum einen die onkologische Sicherheit meiner Operationen sehr wichtig, aber auch, dass ein ästhetisch möglichst ansprechendes Ergebnis für die Patientin dabei herauskommt, auch wenn das in der akuten Situation oft nicht die erste Sorge der Patientin ist.“

Die Brustchirurgie hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Wo es medizinisch möglich ist, wird heute möglichst schonend operiert: Der Erhalt der Brust ist häufig möglich, auch bei den Lymphknoten wird zunehmend zurückhaltend vorgegangen. Für Dr. Martina Gropp-Meier, Chefärztin der Frauenklinik am St. Elisabethen-Klinikum, ist die zusätzliche Senior-Brustoperateurin ein wichtiger Gewinn: „Für die Frauenklinik ist es wichtig, auf mehrere Senioroperateure zurückgreifen zu können. Hierdurch sind wir in der Planung deutlich flexibler. Die hohe Anzahl der Mammaoperateure zeugt auch von der großen Anzahl an Patientinnen, die sich uns anvertrauen. Das Brustzentrum ist seit der Erstzertifizierung 2004 unser Aushängeschild und entwickelt sich stetig positiv weiter.“

Eine gute Brustoperation bedeutet für Gropp-Meier deshalb nicht nur chirurgisches Können. „Für die Patientinnen ist es wichtig, dass der Operateur außer der onkologischen Sicherheit auch den ästhetischen Aspekt berücksichtigt. Dafür muss ein Brustchirurg über verschiedene Techniken verfügen und immer gemeinsam mit der Patientin entscheiden, welche in ihrem Fall die beste ist. Empathie, Geduld und gute operative Fähigkeiten mit dem Willen sich stetig weiterzuentwickeln machen den guten Brustchirurgen aus“, sagt Gropp-Meier.

Die Qualität des Brustzentrums wird seit 2004 jährlich von der Zertifizierungskommission OnkoZert der Deutschen Krebsgesellschaft überprüft. „Die Patientinnen können sich bei uns darauf verlassen, dass sie immer nach den neuesten Leitlinien behandelt werden“, betont Gropp-Meier.

Auch der Ärztliche Direktor der Oberschwabenklinik, Prof. Dr. Oliver Rentzsch, gratuliert: „Mit Frau Geiger haben wir nun eine weitere Senior-Brustoperateurin, die ihre langjährige Erfahrung in die Behandlung unserer Patientinnen und gleichzeitig in die Ausbildung unseres Nachwuchses einbringen kann. Das stärkt unser Brustzentrum und zeigt, dass wir kontinuierlich in Qualität, Spezialisierung und die Weiterentwicklung unserer medizinischen Teams investieren.“