Ravensburger Intensivmedizin im Check: Teamleistung und moderne Prozesse auf dem Prüfstand

Interprofessioneller Austausch vor Ort: Externe Expertinnen und Experten beim Peer Review gemeinsam mit dem Team der Oberschwabenklinik um Prof. Dr. Andreas Straub (rechts). Bild: Mona Lippisch
Wie leistungsfähig ist die operative Intensivmedizin am Standort Ravensburg der Oberschwabenklinik (OSK)? Um diese Frage zu beantworten, hat sich die anästhesiologische Intensivstation einer umfassenden freiwilligen Überprüfung im Rahmen des „Peer Review Intensivmedizin“ der Landesärztekammer Baden-Württemberg unterzogen – und das mit großem Erfolg. Ziel der kollegialen Begutachtung war es, Abläufe kritisch zu hinterfragen, Stärken und Schwächen sichtbar zu machen und neue Impulse für die Weiterentwicklung der Patientenversorgung zu gewinnen.
„Unsere Intensivstation zeigt eine super Teamleistung, die Zusammenarbeit zwischen Pflege- und Ärzteteam funktioniert hervorragend und alle ziehen an einem Strang“, betont Prof. Dr. Andreas Straub, Chefarzt der Klinik für Anästhesie, Intensiv-, Notfall- und Schmerzmedizin. „Das Peer Review gibt uns nun die Chance, unsere Prozesse gemeinsam zu reflektieren und noch klarer zu strukturieren.“
„Best Practices“ und konstruktive Impulse
Während des Peer Reviews wurde das Team der Landesärztekammer von der leitenden Oberärztin Stephanie Meißler und dem Leiter des Intensivpflegeteams Frank Sauter über die operative Intensivstation und die „Intermediate Care“ Station geführt und bekam dabei einen detaillierten Einblick in die Patientenversorgung.
Die externen Expertinnen und Experten lobten besonders die hohe Qualifikation der Mitarbeitenden, die motivierte Teamkultur sowie die moderne Ausstattung und helle, freundliche Räume der Stationen. Auch die Gestaltung der Dienstpläne im Bereich der Intensivpflege, die gezielt auf die Mitarbeiterzufriedenheit ausgerichtet ist, wurde als positives Beispiel hervorgehoben.
Darüber hinaus bot das Review die Gelegenheit, die interprofessionelle Zusammenarbeit weiter zu stärken. „Wir werden in Zukunft darauf abzielen, Besprechungen verstärkt zu nutzen, um Erfahrungen auszutauschen und Abläufe kontinuierlich zu optimieren“, sagt Prof. Dr. Straub.
Gezielte Weiterentwicklung als Chance
Auf Grundlage der Ergebnisse werden konkrete Maßnahmen geplant: Fortbildungen, Reflexionsrunden sowie Optimierungen in der Prozess- und Schnittstellenkoordination stehen auf der Agenda. Auch die kontinuierliche Entwicklung des digitalen Patientendokumentationssystems soll die Qualitätssicherung weiter stärken und die Arbeit für das Team erleichtern. „Ein Review ist immer auch ein Blick von außen - und wir nehmen diese Impulse ernst, um unsere hohen Standards langfristig zu sichern“, erklärt der Chefarzt.
Fazit: Starkes Team, hohe Qualität
„Wir sind stolz auf unser Team, das auf allen Ebenen professionell und engagiert arbeitet“, zieht Prof. Dr. Straub ein positives Fazit. „Das Peer Review hat gezeigt: Unsere Intensivmedizin ist modern und entspricht hohen Qualitätsanforderungen. Gleichzeitig haben wir wertvolle Anstöße gewonnen, wie wir unsere Abläufe noch weiter optimieren können.“