Kreissparkasse ermöglicht innovative Medizin für die Patienten

Mit einer Spende von 1,5 Millionen Euro hat die Kreissparkasse Ravensburg einmal mehr den Kauf wichtiger medizinischer Geräte an der Ober-schwabenklinik ermöglicht. Dazu gehören vier Endoskopietürme für das Westallgäu-Klinikum. Bei der Spendenübergabe in Wangen betonten Landrat Harald Sievers und Kreissparkasse-Vorstandsvorsitzender Dr. Patrick Kuchelmeister die Gemeinwohlorientierung der Sparkasse.

Benedikt Kißlinger (Vorstandsmitglied Kreissparkasse Ravensburg), Dr. Patrick Kuchelmeister (Vorstandsvorsitzender Kreissparkasse Ravensburg), Franz Huber (Geschäftsführer Oberschwabenklinik), Prof. Dr. Martin Müller (Chefarzt Klinik für Innere Medizin am Westallgäu-Klinikum), Harald Sievers (Landrat Landkreis Ravensburg).

Neben den Endoskopietürmen konnte die OSK aus der Spende der Kreissparkasse auch den Kauf eines Trauma-CT für das St. Elisabethen-Klinikum in Ravensburg sowie die Erneuerung des Vitaldaten-Monitorings für Narkosearbeitsplätze beschaffen. „Verlässlichkeit und Großzügigkeit zeichnen die Kreissparkasse bei ihrem Engagement für das Gemeinwohl aus“, sagte der Landrat. Die Kreissparkasse Ravensburg belege damit landes- und bundesweit einen Spitzenplatz. „Ein wichtiger Baustein ist die Unterstützung der Gesundheitsversorgung im Landkreis.“

OSK-Geschäftsführer Franz Huber berichtete, dass das Land der OSK pro Jahr pauschale Fördermittel für Geräte und Maschinen in Höhe von 4,8 Millionen Euro gewährt. Allein in Relation dazu sehe man, wie bedeutend die Hilfe der Kreissparkasse ist. Sie ermögliche eine moderne und innovative Geräteausstattung sowohl für das EK als auch für das Westallgäu-Klinikum. Mit der Sanierung des Wangener Hauses, die in das Landeskrankenausprogramm aufgenommen ist, werde die Endoskopie in einigen Jahren auch Räume bekommen, die dem Stand ihrer Technik entsprechen.

„Möglich machen“ sei der Leitspruch der Kreissparkasse, sagte Vorstandsvorsitzender Dr. Patrick Kuchelmeister. Möglich machen wolle man auch Hochleistungs- und Spitzenmedizin. „Sie kommt allen Menschen im Landkreis zugute.“ Seit nun schon 16 Jahren fördere die Sparkasse auch die Medizin. Insgesamt 24 Millionen Euro seien in dieser Zeit für neue Geräte geflossen. Die Kreissparkasse sei ihrer Region verbunden. „Wir lieben Heimat“ stehe nicht von ungefähr auf dem Spendenscheck. Insgesamt rund 400 Projekte unterstütze die Kreissparkasse jährlich.

Begeistert von der neuen Endoskopietechnik und voll des Lobes für die Hilfe der Kreissparkasse zeigte sich Chefarzt Dr. Martin Müller. Verglichen mit der früheren Ausstattung fühle es sich an, „als setze man eine Brille und sieht schärfer“. Zwei der neuen Türme seien für Standardeingriffe ausgelegt, einer für Notfälle und einer für Eingriffe an den Gallenwegen.

Viele neue und innovative Methoden seien in Wangen eingeführt worden. Ganz überwiegend könnten die Patienten hier versorgt werden. „Wir können gute Medizin auch in der Breite machen“, betonte Prof. Müller. In allen Bereichen werde in Wangen tolle Arbeit geleistet. Im Rahmen einer engen Kooperation mit dem EK könnten hochkomplexe Eingriffe und Operationen bei Bedarf in Ravensburg durchgeführt werden. Was für eine Krankenhausreform gefordert wird, sei im Landkreis Ravensburg bereits vollzogen.

Mit den neuen Geräten ließen sich Blutungen verlässlicher detektieren. „Wir retten damit Leben“, sagte der Chefarzt. Frühe Tumorstadien könnten behandelt werden. KI-gestützt würden Strukturen besser als zuvor sichtbar gemacht. „Die Spende ermöglicht uns Innovation für die Patienten.“ Der Kreissparkassenchef durfte selbst testen, wie es funktioniert. Aus dem Magen einer Puppe barg er erfolgreich einen Fremdkörper. Gesteuert über Kamera und Bildschirm und angeleitet von Prof. Müller.