Hightech für das Herz

Die Klinik für Innere Medizin II am St. Elisabethen-Klinikum Ravensburg nimmt ihr drittes Herzkatheterlabor in Betrieb. Minister Lucha übergab einen Förder-Scheck des Landes.

 

Freude über den Meilenstein für die kardiologische Versorgung in der Region Bodensee-Allgäu-Oberschwaben (von links): Hubert Meßmer Geschäftsführer IKP (Eigenbetrieb des Landkreises Ravensburg), Gisela Landsberger (Leiterin Funktionsbereich Kardiologie der Klinik für Innere Medizin II am St. Elisabethen-Klinikum Ravensburg), Harald Sievers (Landrat Landkreis Ravensburg), Manne Lucha (Minister für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg), Franz Huber (Geschäftsführer Oberschwabenklinik) und Prof. Dr. Florian Seeger (Chefarzt der Klinik für Innere Medizin II - Kardiologie und internistische Intensivmedizin am St. Elisabethen-Klinikum Ravensburg).

Ein wichtiger Meilenstein für die kardiologische Versorgung in der Region Bodensee-Allgäu-Oberschwaben: Die Klinik für Innere Medizin II am St. Elisabethen-Klinikum (EK) Ravensburg nimmt ihr drittes Herzkatheterlabor in Betrieb.

Im Rahmen eines Besuchs im Klinikum übergab Baden-Württembergs Minister für Soziales, Gesundheit und Integration Manne Lucha einen Förderscheck des Landes Baden-Württemberg in Höhe von knapp 5,9 Millionen Euro aus dem Landeskrankenhausbauprogramm. Insgesamt investierte die Oberschwabenklinik gemeinsam mit dem Landkreis mehr als 9 Millionen Euro in die bauliche und technische Weiterentwicklung der Kardiologie am EK.

„Diese symbolische Scheckübergabe ist für mich ganz persönlich ein wichtiger Termin“, sagte Minister Lucha. Das EK biete „herausragende diagnostische und therapeutische Möglichkeiten“ und sei ein „Spitzen-Klinikum“, so Lucha: „Ich bin dem Landkreis und dem Landrat sehr dankbar für das klare Bekenntnis zur gemeinsamen Verantwortung in der Region.“

Ein zentraler Bestandteil der Investitionen waren drei Linksherzkathetermessplätze (LHKM) mit Gesamtkosten von rund 3 Millionen Euro. Zwei der Messplätze finanzierte die Oberschwabenklinik aus der Landesförderung, der dritte wurde durch eine Spende der Kreissparkasse Ravensburg ermöglicht.

„Das St. Elisabethen-Klinikum ist ein sehr gutes, wichtiges und leistungsfähiges Haus, das eine große Rolle in der Gesundheitsversorgung der ganzen Region spielt“, betonte Harald Sievers, Landrat des Landkreises Ravensburg. Mit Blick auf den bereits abgeschlossenen Bau sagte er augenzwinkernd: „Das Handwerk ist dem Scheck schon vorausgeeilt.“

Die drei Herzkatheterlabore am EK gehörten zur modernsten Gerätegeneration und ermöglichten hochpräzise, minimalinvasive Eingriffe bei gleichzeitig deutlich reduzierter Strahlenbelastung.

„Die Unterstützung des Landes für unsere Kardiologie war für uns von enormer Bedeutung. Solche Investitionen in moderne Medizintechnik können wir nicht aus eigener Kraft stemmen“, sagte Franz Huber, Geschäftsführer der Oberschwabenklinik. „Mit den neuen Anlagen verfügten wir über modernste Linksherzkatheter-Technik auf Spitzenniveau. Wir können stolz auf die Möglichkeiten sein, die das St. Elisabethen-Klinikum für die Versorgung der Menschen unserer Region bietet.“

Alle modernen Verfahren der invasiven Kardiologie stehen Patientinnen und Patienten aus der gesamten Region der Inneren Klinik II am EK zur Verfügung. „Das HKL 3 machte unser Angebot komplett. Wir konnten nun auch komplexe und zeitintensive Eingriffe durchführen, ohne die parallele Versorgung von Herzinfarkt-Notfällen einzuschränken“, unterstrich Prof. Dr. Florian Seeger, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin II, Kardiologie und internistische Intensivmedizin.