Dr. Alexander Kille ist neuer Oberarzt der Kardiologie an der Oberschwabenklinik

Interventionelle Kardiologie und Intensivmedizin sind seine Schwerpunkte. Außerdem bringt der 41-Jährige viel Erfahrung aus dem Rettungsdienst und der Behandlung mit VA-ECMO mit.

Dr. Alexander Kille ist neuer Oberarzt an der Klinik für Innere Medizin II am St. Elisabethen-Klinikum in Ravensburg. Bild: Mona Lippisch/Oberschwabenklinik

RAVENSBURG – Wenn es am Herzen schnell gehen muss, zählt nicht nur medizinisches Wissen, sondern auch Erfahrung, Routine und die Fähigkeit, in kritischen Situationen den Überblick zu behalten. Genau diese Kombination bringt Dr. med. Alexander Kille mit. Der 41-jährige Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie mit den Zusatzbezeichnungen Intensiv- und Notfallmedizin ist neuer Oberarzt an der Oberschwabenklinik (OSK) in Ravensburg.

 

Seine fachlichen Schwerpunkte liegen in der interventionellen Kardiologie und der Intensivmedizin. Eine besondere Expertise besitzt Alexander Kille zudem in der Behandlung schwerstkranker Herzpatienten mit Unterstützung einer VA-ECMO. Dabei handelt es sich um ein Verfahren, das bei einem schweren Versagen von Herz und Kreislauf vorübergehend die Funktion von Herz und Lunge unterstützen kann. Der 41-Jährige ist sowohl in der Implantation als auch in der Betreuung solcher Systeme ausgebildet. „Die interventionelle Kardiologie verbindet für mich hochspezialisierte Medizin mit unmittelbarem Handeln. Gerade bei komplexen und akuten Krankheitsbildern kann man damit sehr viel für Patientinnen und Patienten erreichen“, sagt er

 

Vom Rettungsdienst in die Kardiologie

 

Seine Erfahrung mit medizinischen Notfallsituationen hat Alexander Kille allerdings nicht erst im Klinikbetrieb gesammelt. Nach seinem Zivildienst und einer Ausbildung in Deutschland wechselte er in den Rettungsdienst in der Schweiz. Dort war er bereits vor und während seines Medizinstudiums an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg tätig - zunächst zwei Jahre hauptberuflich, anschließend weitere sieben Jahre nebenberuflich. „Der Rettungsdienst hat mich fachlich und persönlich sehr geprägt“, erzählt der gebürtige Schwarzwälder. „Man lernt, auch unter Zeitdruck Entscheidungen zu treffen, sich aufeinander zu verlassen und als Team zu funktionieren.“ Seine weitere Ausbildung führte ihn in die Kardiologie. Auch wissenschaftlich beschäftigte er sich mit einem kardiologischen Spezialgebiet: In seiner Dissertation am Universitäts-Herzzentrum Bad Krozingen untersuchte er den Einfluss einer antithrombozytären Therapie auf die Entstehung früher Klappenthrombosen nach einem transfemoralen Aortenklappenersatz (TAVI).

 

Schon länger mit der OSK verbunden

 

Ganz neu ist Alexander Kille in der Region und an der OSK allerdings nicht. Zuvor war er am Herzzentrum Bad Krozingen tätig. Zwischen beiden Einrichtungen besteht seit Jahren ein enger fachlicher Austausch, unter anderem bei der gemeinsamen Versorgung von Patientinnen und Patienten. „Die Zusammenarbeit mit der Oberschwabenklinik habe ich schon während meiner Zeit in Bad Krozingen als sehr positiv erlebt. Dadurch konnte ich die Kardiologie hier bereits kennenlernen und war von der medizinischen Qualität und der Organisation sehr angetan“, sagt der 41-Jährige. Bei seinem ersten Besuch an der OSK habe ihn dann nicht nur die moderne Infrastruktur überzeugt. Besonders in Erinnerung geblieben sei ihm die offene und freundliche Atmosphäre: „Ich habe mich vom ersten Moment an sehr willkommen gefühlt.“

 

Auch für Prof. Dr. Florian Seeger, Chefarzt der Inneren Medizin II, ist die Verstärkung ein Gewinn für die Kardiologie: „Mit Dr. Kille kommt ein sehr erfahrener Kardiologe zu uns, der insbesondere in der interventionellen Kardiologie und Intensivmedizin wichtige zusätzliche Expertise mitbringt.“