Schüler von St. Konrad nähen Tücher für Frühgeborene

Schüler der Klassenstufe 8 des Bildungszentrums St. Konrad in Ravensburg waren zu Besuch auf der Kinderintensivstation des St. Elisabethen-Klinikums.

Stationsleiter Steffen Wiedenmann zeigte den Jugendlichen die Kinderintensivstation und erklärte anhand eines Frühcheninkubators, wie zu früh geborene Kinder in den ersten Wochen versorgt werden. Die Achtklässler zeigten großes Interesse und stellten viele Fragen, zum Beispiel wie ein Frühgeborenes anfangs mit Nahrung versorgt wird oder wie lange die Frühchen im Allgemeinen im Krankenhaus bleiben müssen. Besonders erstaunt waren sie auch, als Wiedenmann erklärte, dass die Frühchen, wenn es zu keinen Komplikationen kommt, völlig gesund und normal aufwachsen können.

Im Gepäck hatten die Schülerinnen und Schüler besonders schöne Geschenke. Im Unterricht haben sie sogenannte Frühchentücher genäht. Diese Tücher werden der Mutter eines zu früh geborenen Kindes auf die Haut gelegt, damit das Tuch den Geruch der Mutter aufnimmt. Anschließend wird das Tuch zum Kind in den Inkubator gelegt. So hat das Baby immer den Geruch der Mutter bei sich und die Kinder fühlen sich laut Steffen Wiedenmann dadurch deutlich wohler und können ruhiger atmen.

 

Die Schüler des Bildungszentrum St. Konrad übergeben gemeinsam mit Ihrer Lehrerin Manuela Krzemien (1.v.r.) die selbstgenähten Frühchentücher an Steffen Wiedenmann (2.v.r.)


Das EK ist Perinatalzentrum Level 1, also ein Zentrum der höchsten Stufe für die Versorgung Frühgeborener. Jährlich werden in der Kinderklinik zwischen 45 und 75 Kinder betreut, die mit einem Geburtsgewicht unter 1500 Gramm oder vor der 32. Schwangerschaftswoche zur Welt kommen.