Adipositaszentrum am Westallgäu-Klinikum ist jetzt zertifiziert

Das Adipositaszentrum am Westallgäu-Klinikum Wangen ist jetzt als „Kompetenzzentrum für Adipositaschirurgie“ zertifiziert worden. „Das Siegel bestätigt die Qualität, die wir seit Gründung des Zentrums vor über drei Jahren für unsere Patienten bieten“, freut sich Dr. Franz Immler, der Ärztliche Leiter. Das Zentrum bietet Menschen mit krankhaftem Übergewicht sowohl konservative als auch operative Möglichkeiten, ihr Gewicht für eine bessere Lebensqualität und Gesundheit zu reduzieren.

Freuen sich über die Qualitätssiegel: Swen Wendt, Standortverantwortlicher und Projektleiter Adipositas am Westallgäu-Klinikum Wangen, die Operateure Dr. Franz Immler und Wolfgang Schmid, Koordinatorin Petra Metzger und Ernährungsexpertin Tamara Blatter (von links)

Das Siegel haben die "Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie" sowie die Chirurgische Arbeitsgemeinschaft Adipositas & Metabolische Chirurgie" verliehen. Das Westallgäu-Klinikum verfügt damit über das erste zertifizierte Adipositaszentrum im weiten Umkreis. "Ihre Strukturen und Prozesse entsprechen dem hohen geforderten Standard. Ihr Zentrum ist mit vielen Experten aus verschiedenen Fachgebieten breit aufgestellt", hatte Prof. Dr. Bernhard Husemann beim Zertifizierungsaudit im Sommer sein Prüfergebnis zusammengefasst.

Dr. Franz Immler, hat sich einen überregionalen Ruf auf dem Gebiet der Adipositaschirurgie erworben. Der Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie ist einer von wenigen Ärzten, die das gesamte Spektrum der infrage kommenden Operationsmethoden beherrschen. Mit Oberarzt Wolfgang Schmid verfügt mittlerweile ein zweiter Operateur nach Abschluss einer Weiterbildung über die erforderlichen Kenntnisse

Für eine Zertifizierung als Zentrum reicht allein die Expertise der beiden Operateure aber nicht aus. Die Krankenkassen zahlen eine operative Behandlung bei krankhaftem Übergewicht nur dann, wenn der Betroffene nachweislich vergeblich versucht hat, auf konservativem Weg - also ohne OP - sein Gewicht nachhaltig zu reduzieren. Auch hier kann das Adipositaszentrum Erfolge vorweisen.

Tamara Blatter, VDD-zertifiziert Diätassistentin mit Schwerpunkt Adipositas, schult die Teilnehmer darin, wie man sich ausgewogen und gesund und vor allen Dingen ohne diätetische Produkte ernährt. Fester Bestandteil ist das Bewegungsprogramm. Sportwissenschaftlich in den Bereichen Bewegung und Ernährung ausgebildete Trainerinnen des örtlichen Sportvereins, der MTG Wangen, leiten die Teilnehmer an. Darüber hinaus werden sowohl die konservative als auch die operative Behandlung psychologisch begleitet. Thomas Prinz von der Selbsthilfegruppe Adipositas Allgäu trägt maßgeblich dazu bei, die Patienten zu motivieren.

Diese Komponente des Wangener Adipositaszentrum hat den Prüfer beeindruckt. Prof. Husemann hat 1971 an der Universitätsklinik Erlangen die erste Magenverkleinerung vorgenommen. Er kennt die vielfältigen Probleme von stark Übergewichtigen beim Abnehmen. Ohne kompetente Hilfe ist der Versuch selten von Erfolg gekrönt, weiß er. Der Behandlungsweg am Westallgäu-Klinikum von der Erstuntersuchung bis hin zur ambulanten Nachbetreuung durch Dr. Immler und Dr. Schmid im ambulanten Medizinischen Versorgungszentrum sei bestens durchdacht und werde vor allem auch in der Praxis eingehalten.

Positiv merkte Prof. Husemann an, dass im Adipositas Wangen mit Dr. Immler ein hervorragender Chirurg arbeitet, das Konzept aber versucht, zunächst mit konservativen Verfahren Erfolg zu haben. Alle im Haus vertretenen Fachabteilungen tragen dazu bei. "Dr. Immler kann ich nur beglückwünschen, dass er einen erfahrenen Endokrinologen im Team hat", äußerte sich der Prüfer. Dr. Joachim Brückel ist Oberarzt der Klinik für Innere Medizin und zugleich Leitender Arzt der Endokrinologie, Diabetologie und Ernährungsmediziner. Er ist Experte auf dem Gebiet der Stoffwechselerkrankungen.

Lobend anerkannt wurde bei der Prüfung auch die Organisation. Zuständig ist Petra Metzger. Als Fachkoordinatorin laufen bei ihr alle organisatorischen Fäden zusammen. Auch sie hat sich auf diesem Gebiet Zusatzqualifikationen erworben. "Sie alle engagieren sich stark und machen nicht nur ihren Job", resümierte Prof. Husemann. Im neuen Jahr erfolgt der nächste Schritt: Eine Pflegefachkraft wird die Fortbildung zur Bariatric Nurse absolvieren.




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