Ihre Medizinische Versorgung STARTSEITE:
KLINIK FÜR UROLOGIE

Das Unsichtbare sichtbar machen - NBI und PDD in der Diagnostik von Blasentumoren

© OLYMPUS DEUTSCHLAND GMBH
© OLYMPUS DEUTSCHLAND GMBH

Jährlich erkranken in Deutschland ca. 15.000 Menschen an Blasenkrebs. In der Krebsstatistik liegen bösartige Blasentumoren bei Männern auf Platz 5 bei Frauen auf Platz 11 in der Neuerkrankungsstatistik. Aufgrund der zunehmenden Häufigkeit der Erkrankung kommt der exakten Diagnostik mit angeschlossener Therapie eine große Bedeutung zu.

Ab sofort verfügt unsere Klinik über eine Resektionseinheit der neuesten und modernsten Generation. Auch ist im Vorfeld die photodynamische Diagnostik möglich. Diese Methode wird im Rahmen der klassischen Blasenspiegelung angewendet. Nach dem Einbringen eines speziellen fluoreszierenden Farbstoffs (Hexvix (R)) über einen dünnen Blasenkatheter werden oberflächliche Blasentumoren speziell angefärbt. Das Medikament reichert sich in den Blasentumorzellen an. Durch Fluoreszenzlicht ist es nun möglich, diese darzustellen. Das Verfahren wird vor allem in der Diagnostik von Flachläsionen wie dem Carcinoma in situ (Cis) angewendet welches in der Weißlichtzystoskopie schwer zu identifizieren ist, jedoch eine sehr aggressive Tumorform darstellt. Nach der bipolar durchgeführten Resektion mit der elektrischen Schlinge ist es durch die photodynamische Diagnostik nun auch möglich, die Resektionsränder sicher darzustellen um keinen Resttumor zu hinterlassen.

Ergänzend zu der bereits genannten photodynamischen Diagnostik ist es uns nun auch möglich, das neu entwickelte Verfahren des Narrow Band imaging in der Diagnostik von Blasentumoren einzusetzen und exklusiv in der Region Bodensee-Oberschwaben anzubieten. NBI hilft dabei, die Blase auf verdächtige Läsionen zu untersuchen und die Ränder von Tumoren deutlich genauer zu erkennen als unter Weißlicht. Wie die PDD ist das NBI-Verfahren ein weiterer wichtiger Baustein in der Blasentumor-Diagnostik insbesondere des bereits erwähnten Carcinoma in situ. Bei dem genannten Verfahren werden nur zwei Wellenlängen (415nm, 540nm) eingesetzt. In diesen Spektralbereichen absorbiert das Hämoglobin das Licht besonders effektiv. Hierdurch können die oft stark vaskularisierten Blasentumoren besser dargestellt werden.