Unsere Leistungen RADIOONKOLOGIE ALS INTERDISZIPLINÄRES FACH

Die Radioonkologie ist noch eine relativ junge Disziplin, hat sich aber zu einer der tragenden Säulen in der heutigen Onkologie (Krebsheilkunde) gemausert. Die rasante technische Entwicklung insbesondere der letzten 30 Jahre ermöglicht eine immer schonendere Therapie, so dass heute nahezu jede Körperregion erreicht und sinnvoll behandelt werden kann. Hierbei nutzt der Radioonkologe auch die Synergieeffekte begleitender systemischer Therapien wie einer Chemo-, Immun- und Hormontherapie.

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Neben der Kraft des ‚Strahlenschwerts’ und all den technischen Innovationen hat eines jedoch nicht an Bedeutung verloren: die Bemühung um den individuellen Patienten in seiner häufig außergewöhnlichen und existentiell bedrohlichen Lebenssituation. Entsprechend hat sich die Ravensburger Radioonkologie unter Leitung des Chefarztes Dr. med. Bernhard Berger den gemeinsamen Wahlspruch auf die Fahnen geschrieben: High-Tech-Medizin gepaart mit Nähe zu den Menschen.
Strahlentherapie bei Krebs

Bereits seit über 100 Jahren wird die ionisierende Strahlung erfolgreich gegen bösartige Tumoren eigesetzt. Heutzutage ist die Strahlentherapie neben der Chirurgie und der Internistischen Onkologie eine der drei tragenden Säulen der Krebsmedizin.

Durch technologische Fortschritte hat sie in den letzten Jahren eine dynamische Weiterentwicklung erfahren, so dass sie heute eine echte "Hightech"-Disziplin ist. Durch den Einsatz modernster Technik ist es möglich, bei gleichzeitig gesteigerter Wirksamkeit unerwünschte Langzeitfolgen zu minimieren.

Durch die Kombination von Radio- und Chemotherapie kann die Strahlenwirkung verstärkt werden. Solch eine Radiochemotherapie ist heutzutage bei der Behandlung vieler Tumore der Standard, beispielsweise beim Kopf/Hals-, Lungen-, Speiseröhren-, Enddarm- oder Gebärmutterhalskrebs. Eine deutliche Verbesserung der Heilungschancen wird durch eine postoperative Strahlenbehandlung z.B. beim Brustkrebs erzielt.

Auch dort, wo eine Heilung der Krebserkrankung nicht mehr möglich ist, kann die Strahlentherapie Symptome lindern und damit die Lebensqualität der Betroffenen verbessern. So ist die Strahlenbehandlung von Tumorabsiedlungen im Knochen (Knochenmetastasen) oder im Gehirn eine häufig und mit Erfolg durchgeführte Maßnahme.

Unsere Ziele sind:

Tumorerkrankungen zu heilen

Lebensqualität zu steigern

Schmerzen bei Krebserkrankungen zu lindern

"Im Mittelpunkt der Mensch" - deshalb zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren!

Strahlentherapie bei gutartigen Erkrankungen

Die Strahlentherapie gutartiger Erkrankungen („Reiz-Bestrahlung“) ist ein seit über 100 Jahren etabliertes Verfahren, um chronische Entzündungsprozesse und damit verbundene Beschwerden zu lindern. Hierbei reicht oft eine sehr kleine Strahlendosis, die – im Unterschied zur Bestrahlung bei Krebs – nicht unbedingt täglich, sondern 2-3x pro Woche appliziert wird.

Die effektive Strahlenbelastung hierbei ist gering – über Ihr individuelles Risiko sprechen wir mit Ihnen im Vorbereitungsgespräch. In den meisten Fällen kann die Bestrahlung gutartiger Erkrankungen direkt erfolgen, also ohne vorausgehende CT-Planung.

Was sind die gängigsten Behandlungsindikationen?

Arthrosen/Arthritis jeder Art; Voraussetzung ist eine für Sie deutliche Beschwerdelast und die unzureichende Linderung durch Schmerzmittel.

Fersensporn (Calcaneodynie, Plantarfasciitis): dies ist eine klassische Indikation zur antientzündlichen Strahlentherapie, da sonstige konservative oder gar operative Verfahren selten den gewünschten Erfolg bringen; die Ansprechensraten unter Strahlentherapie sind hingegen >80% bei fehlenden Nebenwirkungen.

Tennis-/Golferellenbogen und sonstige Sehnenansatzreizungen (Enthesiopathien)

Bursitis (Schleimbeutelentzündungen)

Endokrine Orbitopathie (z.B. im Rahmen eines M. Basedow)

M. Dupuytren/Ledderhose (Fibromatose der Hände/Füße)

Gynäkomastie (Schwellung der männlichen Brust)

Ein prophylaktischer Einsatz der Strahlentherapie erfolgt bei

Gynäkomastie (Schwellung der männlichen Brust)

Keloidneigung (Narbengeschwulste)

Heterotoper Ossifikation (Weichgewebs-Verknöcherungen in Nachbarschaft von Gelenken)

Wichtig für Sie:

Falls es um Schmerzlinderung geht, dürfen Sie einen nachhaltigen Effekt erst nach Abschluss der Strahlentherapieserie erwarten (Effektausbildung bis zu 6-12 Wochen später).

Ambulante Therapie in unserer Praxis

Der weitaus größte Teil an Bestrahlungen erfolgt heute unter ambulanten Bedingungen. Vom ersten orientierenden Beratungsgespräch bis zur mehrjährigen Nachsorge – alles erfolgt über unsere Gemeinschaftspraxis für Strahlentherapie und Radioonkologie direkt im EK-Gebäude. Ein Überweisungsschein genügt, um zu uns zu kommen.

Die Praxis nutzt dabei alle personellen und strukturellen Ressourcen des Krankenhauses, so dass die Patienten auch unter ambulanten Bedingungen auf das gesamte Team aus Ärzten, Medizinisch-technischer Radiologieassistenz (MTRA) und Medizinischer Physik zählen können.

Stationäre Therapie

Um das gesamte Spektrum radioonkologischer und strahlentherapeutischer Therapieverfahren anbieten zu können, verfügt die Klinik für Radioonkologie über eine eigene Bettenstation.

Dies ermöglicht die Applikation aller gängigen Chemotherapien und bietet besonders geschwächten Patienten einen unkomplizierten Therapieverlauf. Versorgt werden Sie hier u. a. durch Oberarzt Dr. med. Olivier Niemöller, der über weitreichende Erfahrungen auf dem Gebiet der Chemotherapie und Symptomkontrolle verfügt.

Im Notfall ermöglicht unsere Station mit ihrer ärztlichen 24h-Rufbereitschaft allen radioonkologischen Patienten schnelle Hilfe. Auch in unheilbaren und weit fortgeschrittenen Krankheitssituationen können wir als interdisziplinär arbeitende Palliativmediziner Symptomverbesserungen erzielen.

Geräteausstattung

  • 2 Linearbeschleuniger Versa HD (Fa. Elekta)
  • Betriebs- und Organisationsssystem MOSAIQ (Fa. Elekta)
  • Planungs-CT Brilliance Big Bore (Fa. Philips)
  • Planungssystem Pinnacle (Fa. Philips)
  • Afterloader Microselectron mit Planungssystem Oncentra (Fa. Elekta)