Station Rundum versorgt auf unseren Stationen

Rund um die Uhr sind die Pflegefachkräfte auf den Stationen des Krankenhauses für Sie da. Der Dienst ist in drei Schichten organisiert (Früh-/ Spät-/ Nachschicht). Die Schichten sind entsprechend der Arbeitsspitzen unterschiedlich stark besetzt. Pflegefachkräfte nehmen neben ihren eigenen beruflichen Aufgaben auch sehr viele Schnittstellenaufgaben wahr und sorgen damit dafür, dass das Zusammenspiel der verschiedenen Berufsgruppen im Krankenhaus gelingen kann und der Patient die Leistungen erhält, die für ihn vorgesehen sind.

Jede Tätigkeit am Patient wird und jede wichtige Angabe zum Gesundheitszustand von der Pflegefachkraft dokumentiert. Die Pflegefachkräfte leiten auf den Stationen auch Auszubildende beim praktischen Teil der Ausbildung für die Pflegeberufe an.

Exemplarischer Tagesablauf auf einer Station

Ab 6.00 Uhr – Schichtwechsel. Der Nachtdienst gibt dem Frühdienst relevante Patienteninformationen aus der Nacht (Schmerzproblematiken; Zustand nach OP-Eingriffen vom Vortag, Schlafproblematiken; Unruhezustände; Verbesserung/Verschlechterung des Gesamtzustandes usw.) weiter.

Der Frühdienst checkt die für diesen Tag vorgesehenen Aufnahmen und Entlassungen an der Plantafel. Damit einhergehend erfolgt die Arbeitsverteilung.

Danach sucht die Pflegefachkraft die Patienten auf, für die sie zuständig ist. Es beginnen allgemeine und individuell geplante pflegerische Tätigkeiten je nach Gesamtzustand des Patienten. Hierzu gehören:

  • Krankenbeobachtung (Erkennen von Veränderungen Hautzustand, Atmung, Kommunikationsfähigkeit, Schmerzzuständen)
  • Mobilisations-/ Bewegungsübungen
  • Unterstützung bei oder Übernahme der Körperpflege, Aufrechterhaltung des trockenen, sauberen Hautmilieus; Schleimhautpflege, Unterstützung bei Ausscheidungssituationen
  • Unterstützung beim Ankleiden, Richten der Betten
  • Vitalzeichenkontrolle [Messen von Blutdruck, Puls, Temperatur] und deren Interpretation,
  • Durchführung ärztlicher Verordnungen; Injektionen, Infusionen
  • Vorbereitung von Patienten vor OP bzw. vor geplanten Untersuchungen

Ab ca. 7.45 Uhr wird das Patientenfrühstück verteilt.

Patienten erhalten, falls nötig, wie auch bei den anderen Mahlzeiten am Tag Unterstützung. Je nach Problemlage muss dies durch eine Fachkraft erfolgen. Die Morgenmedikation wird kontrolliert, verteilt und gegebenenfalls verabreicht. Wo nötig, werden Verzehr- und Trinkmengen dokumentiert.


Ab 8.00 Uhr

Der Stationsarzt ist auf Station und wird vom Pflegepersonal informiert. Je nach Bedarf werden seitens der Pflegefachkräfte Anordnungen des Arztes ausgeführt.

Je nach Arbeitsintensität können nun die ersten Stationsmitarbeiter selbst zur Frühstückspause gehen. Abschließende Maßnahmen zur Entlassung von Patienten müssen spätestens jetzt erledigt werden (Patienten sollten bis spätestens 10:00 Uhr entlassen werden können).

 

Ab 9.00 Uhr

Start der Visite der Mediziner. Soweit möglich, findet ein Austausch zur Patientenbefindlichkeit zwischen Arzt und Pflegefachkräften statt. Akute Anordnungen werden zeitnah durchgeführt. Einmal wöchentlich findet die Chefarztvisite statt. An dieser nehmen auch Oberärzte und weitere Berufsgruppenvertreter teil.

Zeitgleich befinden sich bereits die ersten Neuaufnahmen auf Station. Begrüßung, Aufnahmegespräch, Start der Pflegeanamnese etc. gehen damit einher.


Aufgrund der individuellen Pflegepläne erhalten Patienten pflegerische Leistungsangebote. Hierzu gehören z.B. weitere Mobilisationsaktivitäten, Einreibungen, Verbandswechsel incl. Wundbeurteilung, Informations-/ Beratungsgespräche. Auch Schulungsangebote gehören dazu (z.B. wie spritze ich mir zukünftig selbst Insulin; wie versorge ich mein Stoma; u.a.). Patienten, die von Untersuchungen / Interventionen zurück auf Station kommen, müssen nun kontinuierlich überwacht werden (hierzu gehören die Vitalzeichenkontrolle, die Einschätzung der Schmerzsituation, Wundverbandskontrollen).


Ab 11.45 Uhr

Mittagessen und die Mittagsmedikation werden verteilt. Im Vorfeld werden Patienten aus dem Bett heraus mobilisiert. Patienten, die nach dem Mittagessen ruhen wollen, werden ins Bett mobilisiert und im Bedarfsfall gelagert (z.B. druckentlastend; atmungsunterstützend; schmerzlindernd). Nach Beendigung der ärztlichen Visite werden die dort getroffenen Anordnungen ausgearbeitet und umgesetzt. Abschließende Eintragungen im Pflegebericht werden für Patienten vorgenommen und ggf. Pflegeplanungen abgeändert.


Ab 13.00/13:15 tritt der Spätdienst seine Arbeit an. Restarbeiten werden noch gemeinsam ausgeführt. Danach beginnt die Übergabe. Hierbei werden wieder relevante Informationen zum Zustand der Patienten weitergegeben. Ziel ist es, Kontinuität in der Versorgung sicherzustellen.

14.00 Uhr Der Spätdienst sucht seine Patienten auf. Besonderes Augenmerk wird auf Patienten gelegt, die vor kurzem eine OP oder größere Interventionen/Untersuchungen gehabt haben oder denen es nicht so gut geht.

 

Ab 14.30 Uhr

Aufgrund der Pflegepläne erhalten Patienten wie bereits am Vormittag pflegerische Leistungsangebote. Da am Nachmittag auch vermehrt Angehörige die Patienten besuchen, gehören jetzt auch Angehörigengespräche und Informationsweitergaben bis hin zu Unterweisungen zu den Aufgaben der Pflegefachkräfte.

 

16.30/17:00 Uhr Die Stationsärzte haben Dienstschluss.

Alle für den Patienten relevanten Aspekte sollten bis zu diesem Zeitpunkt geklärt und zwischen Ärzten und Pflegefachkräften abgestimmt sein. Hierzu gehören insbesondere die Bedarfsanordnungen und alle für den Folgetag relevanten Aktivitäten (geplante Untersuchungen, Vorbereitungsaktivitäten vor den Untersuchungen, geplante Entlassungen und die dafür notwendigen Aspekte wie Klärung Transportfrage, Schreiben des Entlassbriefes etc.). Ändert sich zwischen dem Dienstende der Stationsärzte und dem kommenden Morgen der Zustand des Patienten, so unterrichten die Pflegefachkräfte im Bedarfsfall den ärztlichen Bereitschaftsdienst in der Klinik. Notwendige Maßnahmen werden in Abstimmung mit dem Bereitschaftsarzt in die Wege geleitet. Dies schließt Notfallinterventionen mit ein.

 

Ab 17.00/17:30 Uhr

Abendmedikamente und Abendessen werden verteilt. Im Anschluss hat das Pflegepersonal die Möglichkeit, selbst eine Pause zu machen.

 

Ab 18.00 Uhr

Es geht nun mit großen Schritten in den Abend hinein. Es werden weiterhin Maßnahmen nach den Pflegeplänen ausgeführt. Hierzu gehören z.B. weitere Mobilisationsaktivitäten, Einreibungen, Hilfe beim Auskleiden, bei Bedarf Körperpflegeaktivitäten. Patienten nach Untersuchungen / Interventionen müssen weiterhin überwacht werden (hierzu gehört wieder die Vitalzeichenkontrolle, die Einschätzung der Schmerzsituation, Wundverbandskontrollen).

 

Ab 20:45/21.00 Uhr

beginnt der Nachtdienst (je nach Fachrichtung und Pflege-/ Versorgungsintensität können dies auch zwei Fachkräfte sein). Auch hier findet zunächst eine Übergabe von relevanten Informationen vom Spät- an den Nachtdienst statt.

 

Ab 21:00 bis 06:00 Uhr -

Aufgrund der heutzutage oftmals komplexen Krankheitssituationen der Patienten und des insgesamt gestiegenen Pflegebedarfs müssen in der Nacht ebenfalls diverse Aufgaben wahrgenommen werden.

Der Nachtdienst geht zunächst in jedes Zimmer und stellt sich den Patienten vor. Gleichzeitig verschafft er sich einen ersten Eindruck von der jeweiligen Bedarfslage. Zu den pflegerischen Aufgaben in der Nacht gehören insbesondere:

  • Krankenbeobachtung (erkennen von Veränderungen Hautzustand, Atmung, Kommunikationsfähigkeit, Schmerzzuständen, Schlafstörungen uvm.)
  • Lagerungen durchführen  (z.B. druckentlastend; atmungsunterstützend; schmerzlindernd).
  • Medikationsgabe (im Bedarfsrahmen)
  • evtl. Anweisungen an OP-Patient für den Folgetag geben
  • auf Flüssigkeitszufuhr achten
  • Aufrechterhaltung des trockenen, sauberen Hautmilieus; Schleimhautpflege
  • Unterstützung bei Ausscheidungssituationen
  • regelmäßige Kontrollen (z.B.:  21:30 / 1:00 /  3:00  / 5:00)
  • evt. Aufnahme von Notfallpatienten aus der Notaufnahme
  • Im Zusammenhang mit Notfallsituationen Notfallmaßnahmen ergreifen

Der Nachtdienst endet mit der Übergabe an den Frühdienst.