Oberschwabenklinik
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Medizincontrolling und Leistungsabrechnung

Besondere Situationen erfordern besonderes Know-how.

Als Synthese medizinischen und betriebswirtschaftlichen Fachwissens wurde eine krankenhausspezifische Managementstruktur entwickelt: das Medizincontrolling. Es schafft die notwendige Integration betriebswirtschaftlicher Aspekte in die medizinische Behandlung. Darüber hinaus leistet es die medizinisch-strategische Beratung im Verwaltungsbereich.

Das Medizincontrolling schafft unter dem Blickwinkel von Qualität und Wirtschaftlichkeit eine Transparenz medizinischer Prozesse und übersetzt diese in betriebswirtschaftliche, strategisch-perspektivische Handlungsempfehlungen für die Entscheidungsträger im Klinikbetrieb. Insgesamt 37 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in den Bereichen stationäre Abrechnung, ambulante Abrechnung, Patientenaufnahme, klinische Kodierung und Customizing OSK-weit beschäftigt.

Mit dem Ziel, einen einheitlichen und abgestimmten Ablauf in der Kodierung von Diagnosen und Behandlungen zu entwickeln, wurde im Juli 2005 eine Arbeitsgruppe im Krankenhaus St. Elisabeth unter Mitwirkung verschiedener Fachrichtungen gebildet. Damit soll eine hohe Kodierqualität sowie eine Entlastung der medizinischen Bereiche gewährleistet werden. Die Ärzte können sich auf ihre eigentliche Aufgabe, die Versorgung der Patienten, konzentrieren. Die Abrechnungen besorgen qualifizierte Spezialisten. Die Sicherstellung ist durch die DRG-abrechnungsbeauftragten Ärzte der jeweiligen Fachabteilung gewährleistet.

Eine Schlüsselstellung nehmen bei diesem Ablauf die "klinischen Kodierer" ein. Diese speziell ausgebildeten Mitarbeiter verfügen einerseits über umfangreiches medizinisches Wissen (ausgebildete Ärzte und Krankenpflegepersonal) und andererseits über hervorragende Kenntnisse der Systematik des DRG-Systems, der Kodierrichtlinien sowie der Kataloge zur Klassifizierung von Krankheiten (ICD und OPS). Sie beschäftigen sich intensiv mit den Abrechnungsregeln und tragen so zu einer hohen Kodierqualität bei. Ihr Wissen geben sie in regelmäßigen Schulungen an die ärztlichen Kollegen weiter.

Ablauf der Kodierung im Detail:

  • Tägliche Abholung der kompletten Patientendokumentation der entlassenen Patienten auf den Stationen am ersten Tag nach der Entlassung
  • Prüfung und Ergänzung der DRG-relevanten Daten aus der gesamten Dokumentation einschließlich pflegerelevanter Nebendiagnosen, Blutdatenbank sowie Sonderentgelte für Arzneimittel und Verschlüsselung nach gültigen Katalogen
  • Anfertigung eines Gruppierungsausdrucks; Rückgabe der Patientenakte innerhalb von drei Arbeitstagen an den behandelnden Arzt (Schreiben des Arztbriefs)
  • Zuständiger Oberarzt erhält Gruppierungsausdruck zur Prüfung der vollständigen und medizinisch korrekten Kodierung
  • Prüfung des Ausdrucks durch Oberärzte mit Rückmeldung innerhalb von fünf Arbeitstagen an Kodierung
  • Freigabe der Daten durch stationäre Patientenabrechnung

Die Aufgaben der Abteilung für Medizincontrolling und Leistungsabrechnung sind sehr vielschichtig. Das Leistungsverzeichnis beinhaltet

  • Prüfung der Primärkodierung
  • Kodierung von Zusatzentgelten aus Labor und Apotheke
  • Kodierung der pflegerelevanten Nebendiagnosen
  • Information und Schulung der ärztlichen Mitarbeiter bezüglich Kodierrichtlinien
  • Beratung der ärztlichen Mitarbeiter bei speziellen Kodierfragen
  • Koordinierung von Zu- und Abgängen der Akten von entlassenen Patienten
  • Statistische DRG- und Leistungsauswertungen
  • Erstellung und Präsentation der Monatsberichte für die medizinischen Abteilung
  • Bearbeitung von Anfragen der Krankenkassen
  • Bearbeitung von Gutachten des MDK (medizinischer Dienst der Krankenkassen)
 

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Telefon: (0751)87-2493
Fax: 0751/87-2174
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Abteilungsleiter

Dr. med. Peter Benk