Aktenfund im Altpapier: Unsachgemäße Entsorgung erfolgte nicht durch die OSK

In den Medien wird derzeit breit darüber berichtet, dass Patientenakten der Oberschwabenklinik in der Altpapierentsorgung gefunden worden sind. Nach der Darstellung der „Schwäbischen Zeitung“ hat bereits am 4. Dezember ein Bürger die Schriftstücke entdeckt und aus einem Container geborgen. Die Oberschwabenklinik erfuhr erst durch eine Presseanfrage am 20. Dezember von dem Vorgang und erhielt noch am selben Nachmittag die Akten zunächst von der Polizei ausgehändigt.

Auf den ersten Blick war offensichtlich, dass die Aktendeckel nicht den in den Archiven der OSK eingesetzten entsprechen. Es ist damit nach gegenwärtigem Stand auszuschließen, dass die Akten durch einen Fehler der OSK auf diese natürlich völlig unsachgemäße Art und Weise entsorgt worden sind. Alles deutet darauf hin, dass ein bis 2008 in Vertragsbeziehung zur OSK stehender medizinischer Kooperationspartner ohne Wissen der OSK und auch entgegen des Kooperationsvertrages stationäre Patientenakten selbst bei sich geführt hat. Diese Akten, die zehn bis 20 Jahre alt sind, scheinen nun ohne Zutun der OSK entsorgt worden zu sein. Auf welchem Weg sie in das öffentlich zugängliche Altpapier gelangten, müssen die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft ergeben, die von der OSK alle vorliegenden Informationen erhalten.

Nach Bekanntwerden des Aktenfundes wurde unverzüglich die Aktenentsorgung in der Oberschwabenklinik überprüft. Nach Auslaufen der Aufbewahrungsfrist werden die Akten in verschlossenen Behältern an ein Fachunternehmen übergeben und von diesem geschreddert. Es gibt keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass in der jüngeren Vergangenheit Akten seitens der OSK oder des Fachunternehmens unsachgemäß entsorgt worden sind. Unverständlich ist der OSK, dass es nach dem Auffinden der Akten zweieinhalb Wochen gedauert hat und zunächst der Kontakt zur Presse gesucht wurde, bevor der Fund bei der Polizei angezeigt wurde.

Frühere Patienten, die Fragen zu dem Vorgang haben, können sich an den Empfang des St. Elisabethen-Klinikums unter der Nummer 0751/87-0 zur Vermittlung eines Gesprächspartners wenden.




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