Das neue EK ist fertig – Neue Räume für Kinderklinik, Frauenklinik, Notaufnahme und Altersmedizin

Das neue EK ist fertig. Mit einem Tag der offenen Tür am Sonntag, 17. September, von 11 bis 17 Uhr präsentiert die Oberschwabenklinik die neuen Einrichtungen des zweiten Bauabschnitts der Öffentlichkeit. Insgesamt haben Landkreis und OSK mit Unterstützung des Landes Baden-Württemberg 266 Millionen Euro in das neue EK investiert, davon 137 Millionen für die Häuser C und D des zweiten Bauabschnitts.

Innenhof im Haus C

Hubschrauber-Dachlandeplatz

Intensivstation

Station der Klinik für Kinder und Jugendliche im Haus D

Einer der drei neuen Kreißsäle im Haus D.

Beeindruckend ist bereits die Eingangshalle, die nun in ihrer ganzen Größe sichtbar ist. Rund 100 Meter ist sie lang und über 20 Meter hoch. Sie ist Kreuzungspunkt der Wege zwischen den vier Häusern des EK und zudem Ort wichtiger Serviceeinrichtungen für Patienten und Besucher. Der Zugang ins EK erfolgt nun über eine Doppeldrehtür, die sich an einen großen überdachten Vorplatz anschließt. Die Vorfahrt ans Klinikum ist damit künftig im Trockenen möglich.

Von vielen Patienten aufgesuchte medizinische Einrichtungen erhalten mit dem Umzug in die neuen Gebäude zeitgemäße und großzügige Räume. Allen voran trifft dies für die Kinderklinik und die Notaufnahme zu. Aber auch für die Gynäkologie, die Geburtshilfe und die Intensivmedizin werden sich die Bedingungen weiter verbessern. Neu gebildet wird ein Zentrum für Altersmedizin, das sich aus der Akutgeriatrie und der Palliativstation der Oberschwabenklinik sowie der Gerontopsychiatrie des Zentrums für Psychiatrie zusammenfügt. Mit der Eröffnung der neuen Stationen stehen für alle Patienten des EK künftig Zwei- oder Einbettzimmer zur Verfügung. Dreibettzimmer, wie es sie noch im alten Bettenhaus gab, gehören endgültig der Vergangenheit an.

Einen historischen Einschnitt bedeutet der Umzug ins neue EK vor allem für die Kinder- und Jugendmedizin. Das Kinderkrankenhaus St. Nikolaus gehörte bei der Eröffnung 1958 zu den modernsten seiner Art im ganzen Lande. Den heutigen Ansprüchen genügten die Patientenzimmer aber zuletzt nicht mehr. Nun werden auch die Kinder und Jugendlichen in modernen Zimmern im neuen Haus D des EK versorgt. Auch die Notfallversorgung für Kinder findet im Neubau statt. Für die Kinder- und Jugendmedizin schließt sich damit ein Kreis. Wieder wird die Ravensburger Kinderklinik die modernste und größte im weiten Umkreis sein.

Bessere räumliche Möglichkeiten gibt es auch für die rund 35 000 Notfallpatienten, die jährlich ins EK kommen. Die Notaufnahme ist nicht mehr über einen Seiteneingang, sondern direkt über den Haupteingang zu erreichen. Von dort aus geht es direkt zum Empfang der Notaufnahme. Diese verfügt künftig über eigene Räume zur Erstabklärung der Patienten (Triage) und über einen großzügigeren Wartebereich als bisher. Auf einem langen Flur reihen sich insgesamt zehn Behandlungsräume aneinander. Der Schockraum zur Versorgung Schwerverletzter liegt Tür an Tür mit dem Röntgenraum und dem Computertomographen. Die gesamte Diagnostik und Versorgung ist damit auf denkbar kurzen Wegen möglich.

Dies gilt insbesondere für Patienten, die mit dem Hubschrauber ins EK geflogen werden. Die Helikopter landen künftig auf der Plattform auf dem Dach des Hauses C. Von dort aus geht es mit dem Aufzug direkt in den Schockraum. Das in der Vergangenheit notwendige Umladen auf dem Landeplatz in einen Rettungswagen und die Fahrt über die Straße zur Notaufnahme entfallen. Für die Patienten ist der neue Transportweg weniger belastend. In kritischen Fällen werden wichtige Minuten gespart.

Großzügiger und ansprechender sind auch die Räume für die beiden Intensivstationen. Mit 14 Plätzen auf jeder Station sowie zusätzlich einer IMC-Station verfügt das St. Elisabethen-Klinikum über die größten intensivmedizinischen Einrichtungen in der Region. Dazu zählt auch die Kinderintensivstation. Auch sie erhält neue Räume und liegt Tür an Tür zur neuen Geburtshilfe. Damit erfüllt das EK unverändert die Bedingungen für ein Frühgeborenenzentrum der höchsten Versorgungsstufe Level I.

Bereits mit dem Umzug der Wöchnerinnenstation in die neuen Zimmer des Hauses A vor vier Jahren ist die Geburtenzahl am EK rasant nach oben gegangen. Mittlerweile kommen am Klinikum über 1200 Kinder pro Jahr zur Welt. Jetzt wird die Geburtshilfe mit neuen Kreißsälen, neuem Notfallsectio-OP und einem noch besseren Umfeld noch einmal attraktiver.

Genauso wie für die jüngsten Patienten des EK verbessern sich auch die Bedingungen für die ältesten. Neu am Klinikum ist eine spezielle Station für die Akutgeriatrie, wie es sie bisher noch nicht gegeben hat. Ihre Einrichtung ist auf die Versorgung und Betreuung demenzkranker Patienten ausgerichtet. Mit einer wachsenden Zahl älterer Menschen in der Gesellschaft wird dies auch für Krankenhäuser ein immer wichtigeres Arbeitsfeld. Gleiches gilt für die Palliativversorgung, die nun in einer eigens darauf ausgerichteten Station geleistet wird.

Die Umzüge der medizinischen Einrichtungen von den alten in die neuen Räume sind für Oktober und November geplant. Auch danach ist die Neugestaltung des Ravensburger Medizincampus noch nicht beendet. Im kommenden Jahr werden das alte Bettenhaus an der Westseite sowie das frühere Wohnhochhaus, in dem mittlerweile die Verwaltung untergebracht ist, abgerissen. Im Westen ist dann Platz, um den Wirtschaftshof und die Liegenzufahrt für Kranke neu anzulegen. Liegendkranke werden so lange über den Südeingang ins EK gebracht. Mit der Inbetriebnahme der regulären Zufahrt wird auch der bereits im alten Gebäude vorhandene Eingang Richtung Innenstadt für Fußgänger wieder offen sein.




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