Eine Krebsberatungsstelle bietet wertvolle Hilfe

Wer selbst an Krebs erkrankt ist oder wer einen Krebspatienten im Familien- und Freundeskreis hat, sucht in vielen Situationen nach professionellem Rat und den richtigen Stellen für Hilfe in schwierigen Lebenssituationen. Die vor einem Jahr gegründete Krebsberatungsstelle in Ravensburg leistet diese wichtigen Unterstützungen. Fast 400 Menschen haben bereits im ersten Jahr ihres Bestehens die Dienste in Anspruch genommen. 530 einzelne Beratungen wurden geleistet.

Das Angebot umfasst sowohl Hilfestellungen in sozialen Fragen als auch psychoonkologische Beratungen. "So breit wie das Spektrum der Anliegen unserer hilfesuchenden Patienten und Angehörigen muss auch die Angebotspalette einer Krebsberatungsstelle sein", sagt Dr. Gerhard Fischer, Leiter des Onkologischen Zentrums am Krankenhaus St. Elisabeth Ravensburg. Deshalb ist die Krebsberatungsstelle auch nicht allein Angelegenheit der Oberschwabenklinik als Träger. Zusammen mit der OSK gehören die niedergelassene Gemeinschaftspraxis Onkologie Ravensburg sowie die SINOVA Klinik des Zentrums für Psychiatrie zu den Initiatoren.

Gemeinsam kümmern sich die drei Partner auch um das Programm der Krebsberatungsstelle. Neben der individuellen Beratung sind Kurse ein zweiter Schwerpunkt der Beratungsstelle. Die Themen reichen von der Anti-Stress-Gruppe und der Psychoedukationsgruppe über das therapeutische Bogenschießen und Qi Gong bis zu Informationen über Hautpflege, Ernährung und Betreuungsrecht. "Die Krebsberatungsstelle arbeitet eng mit Akutkliniken, Reha-Einrichtungen und Selbsthilfegruppen zusammen", erläutert Dr. Fischer. "Es gibt aber viele Themen, die krebskranke Menschen und ihre Angehörigen berühren, für die Krankenhäuser nicht zuständig sind und die sie deshalb auch nicht abdecken können. Diese Lücke schließt eine Krebsberatungsstelle."

Die Krebsberatungsstelle Ravensburg wird wie die anderen 13 derartigen Stellen in Baden-Württemberg in einem speziellen Förderprogramm des Landes unterstützt. Mittlerweile ist auch die langfristige Finanzierung gesichert. Ab 2019 werden die Krankenkassen dafür zuständig sein. "Ein wichtiges Anliegen ist damit auch von Politik sowie Kostenträgern aufgenommen und langfristig auf sichere Füße gestellt worden", freut sich Dr. Fischer. "Um aber weiterhin diese Vielzahl ganzheitlicher Hilfen anbieten zu können, bedarf es der Unterstützung aus der Bevölkerung über unseren Förderverein".

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