Oberschwabenklinik
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31.01.2012

(wil)


10 Jahre Augenzentrum und Krankenhaus-Belegabteilung in Wangen

Seit zehn Jahren arbeiten die Augenärzte Dr. Jutta Wiek, Prof. Dr. Peter Janknecht und Privatdozent Dr. Jürgen Gerling in Wangen. Das Augenzentrum ist eine Bereicherung sowohl für das Krankenhaus als auch für die gesamte Stadt, betonten Oberbürgermeister Michael Lang und Dr. Sebastian Wolf, Geschäftsführer der Oberschwabenklinik, bei einem Festabend vor über 60 Gästen.

Im Jahre 2002 kamen die drei Mediziner gemeinsam von der Universitätsklinik Freiburg ins Allgäu. Seit zehn Jahren bilden sie als niedergelassene Ärzte das Augenzentrum Wangen. Das Augenzentrum ist zudem Belegabteilung des Krankenhauses Wangen und die einzige augenärztliche Fachabteilung innerhalb des gesamten OSK-Verbundes. „Wir bieten unseren Patienten sowohl bei den Operationstechniken als auch bei den medikamentösen Therapien die gesamte Breite der modernen Augenheilkunde an“, sagte Dr. Jutta Wiek bei der Feier zum zehnjährigen Bestehen des Augenzentrums.

22 000 Patienten lassen sich jedes Jahr im Augenzentrum an der Ebnetstraße behandeln. Sie kommen aus einem weiten Umkreis. „Die Augenarztpraxis ist für die Innenstadt ein unheimlich wertvoller Frequenzbringer“, betonte der Oberbürgermeister. Nicht nur wegen ihrer medizinischen Leistungsfähigkeit sei die Praxis wichtig für die Stadt. Viele Patienten und ihre Begleiter würden in Wangen zum Einkaufen oder zum Kaffeetrinken verweilen. „Ich bin Ihnen dankbar, dass Sie am Standort in der Innenstadt festgehalten haben“, meinte OB Lang.

Ein wichtiger Partner ist das Augenzentrum für die Oberschwabenklinik. „Die Augenheilkunde ist ein Alleinstellungsmerkmal für das Krankenhaus Wangen und damit eine immense Bereicherung“, betonte OSK-Geschäftsführer Dr. Sebastian Wolf. Die Augenmedizin gehöre zu den Komponenten, die das Krankenhaus Wangen überregional bedeutsam machen. Über 500 stationäre Patienten sind im vergangenen Jahr über die Augenärzte in das OSK-Haus gekommen.

„Wir bleiben innovativ“, versprach Prof. Dr. Peter Janknecht. Am Beispiel der Netzhautchirurgie erläuterte er, dass Augenärzte immer auf dem Stand der Zeit bleiben müssen. „Fortschritt in der Netzhautchirurgie ist immer auch technischer Fortschritt“, so Prof. Janknecht. Er führte aus, wie früher wegen der Komplikationen Eingriffe am Glaskörper vermieden wurden. In den 60er-Jahren seien Eingriffe mit der Laienbrille üblich gewesen und mittels Plombenoperation konnten Netzhautablösungen behandelt werden. Damit konnte 80 bis 90 Prozent der Patienten geholfen werden. Die Misserfolgsquote lag aber immer noch bei 10 bis 20 Prozent. Mit der seit den 80er-Jahren betriebenen Vitrektomie im geschlossenen System unter Verwendung eines Operationsmikroskopes werde der Druckabfall im Augapfel während der OP vermieden. Wurden anfangs an den Vitrektomie-Geräten Spitzen mit 1,2 Millimeter Durchmesser eingesetzt, so messen sie heute gerade noch 0,6 Millimeter. „Je kleiner das Loch, desto schonender der Eingriff“, so Prof. Janknecht. Nähen sei nach der halbstündigen OP gar nicht mehr nötig. Die Löcher seien so klein geworden, dass sie sich von alleine verschließen.

„Sie betreiben Medizin mit dem Blick über den Tellerrand hinaus“, lobte Dr. Wolf die Arbeit der Wangener Augenärzte, die unverändert Lehraufträge an der Universität wahrnehmen. Der wissenschaftliche Aspekt komme nicht zu kurz und neueste Erkenntnisse würden in die tägliche Praxis zum Wohle der Patienten einfließen. Die OSK trage ihren Teil zur Zukunftsfähigkeit der Augenmedizin in Wangen bei und habe in ein Gerät investiert, das noch größere Präzision bei den Operationen ermöglicht.



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