Oberschwabenklinik
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21.06.2010

(wil)


Die Aufgabe und die Stadt ziehen Dieter Sasser nach Ravensburg

Das OSK-Krankenhaus St. Elisabeth in Ravensburg hat einen neuen katholischen Klinikseelsorger. Mit einem festlichen Gottesdienst in der Krankenhauskapelle und einem Empfang ist Pfarrer Dieter Sasser in sein Amt eingeführt worden. Der 44-Jährige sagte, dass für ihn sowohl die Aufgabe als auch die Region Anreiz gewesen sind, den Ruf nach Oberschwaben anzunehmen.

„Als die Frage kam, ob ich Krankenhausseelsorger in Ravensburg werden will, habe ich sogleich ja gesagt“, erzählte Pfarrer Sasser. „Es war, als hätte ich auf dieses Telefonat nur gewartet gehabt.“ Stadt und Region hat er in seiner Zeit als Vikar in Liebfrauen von 2005 bis 2007 kennen und schätzen gelernt. Als Krankenhauspfarrer könne er sich nun ganz der Seelsorge und den Menschen zuwenden. „Ich bin dankbar und ich bin froh, hier sein zu dürfen“, schloss er seine kurze Ansprache beim Empfang.

Der stellvertretende Dekan Ekkehard Schmid aus Weingarten und Pfarrer Hermann Riedle von der Liebfrauengemeinde hatten den neuen Klinikseelsorger in der Kapelle in sein Amt eingeführt. „Eine bessere Wahl hätte der Bischof für uns gar nicht treffen können“, freute sich Dr. Jan-Ove Faust, Direktor Medizin und Behandlung der OSK über den neuen Klinikseelsorger. Dieter Sasser wurde im Banat in Rumänien geboren. Nach seinem Militärdienst hat er eine Ausbildung zum Hydrotechniker abgeschlossen und anschließend Theologie studiert. Er war Religionslehrer in Temesvar. 1997 siedelte er nach Deutschland über. Er arbeitete zunächst als Heizungsmonteur in Ditzingen, bevor er 1999 Priesteramtskandidat in der Diözese Rottenburg-Stuttgart wurde. 2003 wurde er zum Priester geweiht und war zuletzt Pfarrvikar in Crailsheim.

Natürlich seien auf der Großbaustelle EK zur Zeit Handwerker besonders hoch im Kurs, scherzte Dr. Faust. Der neue Pfarrer brauche aber keine Angst zu haben, mit Rohrzange und Hammer in die technischen Katakomben geschickt zu werden. „Dazu haben Sie eine viel zu wichtige Aufgabe nicht in der baulichen, sondern in der menschlichen Konstruktion unseres Hauses“, betonte Dr. Faust.

Den Stellenwert der Krankenhausseelsorge im EK und in der Oberschwabenklinik unterstrich Landrat Kurt Widmaier. „Die Seelsorge ist für uns nicht einfach nur Beiwerk des medizinischen Betriebs. Sie hat auch für die Gesellschafter der OSK einen ganz hohen Stellenwert“, versicherte er. Nicht umsonst bilde das christliche Menschenbild den Rahmen um das Unternehmensleitbild der OSK. Als ein Menschenbild, das integriert, eigne es sich unverändert als Grundlage für das Handeln in einem Krankenhaus. Trotz des Priestermangels in der katholischen Kirche sei nur neun Monate, nachdem der frühere Krankenhauspfarrer Udo Hermann nach Wiblingen bei Ulm gegangen ist, die Stelle am EK neu besetzt. worden. Dies, so der Landrat, sei ein wichtiges Signal dafür, wie hoch der Stellenwerk der Klinikseelsorge auch vom Bischof und der Diözese eingeschätzt wird.

„Eine Grundhaltung der Hoffnung“, zeichne die Krankenhausseelsorge aus, meinte der evangelische Pfarrer Hans-Dieter Schäfer, der den evangelischen Klinikpfarrer Hermann Dippon vertrat. Der neue Seelsorger sei am EK in ein ökumenisches Seelsorgeteam eingebettet. „Theologie und Medizin dürfen sich nicht aus den Augen verlieren“, mahnte Pfarrer Schäfer. Die Seelsorge könne der ruhende Pol in der Hektik des Alltags sein.

„Das Warten hat ein Ende“, freuten sich Schwester Gudrun und Schwester Beate für das Seelsorgeteam am EK. Sie schenkten Pfarrer Sasser ein Kerze mit der Rose und dem Krug, dem Logo der Krankenhausseelsorge am EK. Der kranke Mensch brauche mehr als Apparatemedizin, so notwendig diese auch sicher sei. Rund um die Uhr ist das Seelsorgeteam am EK erreichbar. Die Schwestern überreichten dem neuen Pfarrer als Sinnbild dafür sein Diensthandy – ein „Werkzeug“, das ihn sicher auf Trab halten werde.



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Freude über den neuen Klinikpfarrer Dieter Sasser: von links nach rechts Schwester Gudrun und Schwester Beate vom EK-Seelsorgeteam, der evangelische Pfarrer Hans-Dieter Schäfer, Landrat Kurt Widmaier und ganz rechts Dr. Jan-Ove Faust, Direktor Medizin und Behandlung der OSK.