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18.12.2009

(kk)


Onkologie am EK erhält Preis

Das Team des Onkologischen Schwerpunkts am Krankenhaus St. Elisabeth in Ravensburg wurde ausgezeichnet. Der Krebsverband Baden-Württemberg e. V. hat im Rahmen der Jahrestagung der baden-württembergischen Tumorzentren in Heidelberg den mit 500 € dotierten Anerkennungspreis nach Ravensburg vergeben.

Anne Gruninger (CHI), Simone Mayer (LPPM), Dr. Gerhard Fischer (Onkologischer Schwerpunkt im EK) und Gerhard Kempter (Zentralapotheke OSK) wurden für ihr Konzept komplementärer Pflegemethoden im Bereich Onkologie und Palliativmedizin geehrt.

Mit dem Forschungs- und Entwicklungspreis würdigt der Krebsverband alle zwei Jahre herausragende Leistungen in der anwendungsbezogenen Forschung und Konzeptentwicklung bei der Versorgung von Krebspatienten in Baden-Württemberg. Das Team setzt seit einigen Monaten mit Erfolg naturheilkundliche Verfahren als ergänzende Maßnahmen in der Krebstherapie ein. Im speziellen handelt es sich um Wickel- und Auflagenbehandlungen, Aromapflege, rhythmische Einreibungen, Bäder und Waschungen sowie Akupressur.

Das besondere bei diesem Modellprojekt ist die Tatsache, dass durch die Zusammenarbeit von Pflege, Ärzten und Apotheke ein Konzept entwickelt wurde, in dem diese Anwendungen nur durch eine entsprechend qualifizierte Fachkraft unter eindeutig festgelegten Rahmenbedingungen erfolgen und dokumentiert werden. Die Apotheker des EK haben auf der Grundlage einer symptomorientierten Indikationsliste einen Bestand qualitativ hochwertiger Heilkräuter und ätherischer Öle zusammengestellt.

Voraussetzung jeder Behandlung ist neben dem Einverständnis des Patienten eine durch den behandelnden Arzt gestellte Indikation und eine ausführliche Anamnese durch die Fachkraft, die entsprechend dokumentiert wird.

Die Integration komplementärer naturheilkundlicher Verfahren in ein ganzheitliches onkologisches Therapiekonzept entspreche dem modernen Verständnis von Krebs als Erkrankung des gesamten Menschen, heißt es in der Urteilsbegründung. Sie verhindere eine Polarisierung und Zuwendung zu „alternativer“ Medizin in Abkehr von den etablierten Therapieverfahren, so die Preisrichter weiter.

Insbesondere die durch die Anwendungen gewidmete Zeit, die duftenden aromapflegerischen Angebote und die besondere Berührungsqualität wurden von Mitarbeitern und Patienten als besondere Wertschätzung empfunden, die im normalen Klinikalltag häufig nicht mehr den Bedürfnissen unserer Patienten entsprechend geleistet werden kann. 



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Ihr Konzept komplementärer Pflegemethoden im Bereich Onkologie und Palliativmedizin wurde vom Krebsverband Baden-Württemberg ausgezeichnet: Simone Mayer, Anne Gruninger und Dr. Gerhard Fischer.