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11.12.2009

(mk)


Schüler pflanzen Hochstämme zum Ausgleich

Das „Regenwaldteam“ der Edith-Stein-Schule hat 30 Apfelbäume gepflanzt. Die Pflanzaktion ist Teil der Ausgleichsmaßnahme für die durch den Neubau notwendigen Baumfällarbeiten am Krankenhaus St. Elisabeth. Finanziert wird das Projekt durch den Landkreis Ravensburg mit 5000 Euro. Bei den Bäumen handelt es sich um verschiedene Apfelsorten. Sie stammen aus biologischem Anbau.

Die Edith-Stein-Schule ist als agrarwissenschaftliches Gymnasium von der UNESCO anerkannt. Im „Regenwaldteam“ engagieren sich Schüler für den Naturschutz. Es besteht seit 19 Jahren und hat bereits über 1200 Bäumen in 40 Aktionen dieser Art gepflanzt. Die Schülerinnen und Schüler unter Leitung ihres Lehrers Roland Paul setzen sich aktiv für den Umweltschutz ein. „Es ist symbolisch wichtig, neue Bäume zu pflanzen“, meint Simon Pfeiffer mit der Schaufel noch in der Hand. „Es ist ein guter Ausgleich zum Schulalltag, wenn man praktische Arbeit leisten kann. Und man sieht sofort den Erfolg“, finden auch Florian Strobel und Wardath Gbadamassi.
Walter Emser-Wolpold ist Biogärtner und besitzt eine Baumschule in der Region. Er züchtete diese Hochstammbäume. Es handelt sich um regionale Sorten in hervorragender Qualität. Er gab den Schülern Tipps, wie Bäume richtig eingepflanzt werden: „Die Ausrichtung von Baum und Stützpfahl ist wichtig. Der Stützpfahl muss dem jungen Baum in der Frühjahrsonne Schatten spenden. Sonst kann der von der Sonne hervorgerufene Wasserfluss bei Nachtfrost Risse verursachen.“

Bei Hochstammbäumen beginnt der Kronenansatz in mindestens 180-200 Zentimetern Höhe. Sie passen gut in das hiesige Landschaftsbild und ergänzen die bestehende Streuobstwiese in der Nähe des Locherhofes. Streuobstwiesen stellen einen idealen Lebensraum für bedrohte Vogel- und Insektenarten dar. Hochstämme sind robuster als Halb- oder Niederstämme. In den ersten fünf Jahren bekommen die Bäume eine Entwicklungspflege durch einen Obstbaumfachwart. Danach kümmert sich die Stadt um die Pflege. 

Monika Koch vom Ravensburger Tiefbauamt Abteilung Grün begleitet diese Aktion. Bereits im vergangenen Jahr wurde mit dem Tiefbauamt sowie dem Landratsamt und dem BUND über die Ökobilanz beraten, bevor außerhalb der Vegetationsperiode die Fällung einiger Bäume am EK veranlasst werden musste. Elf größere Bäume wurden an einem neuen Standort auf dem Gelände verpflanzt. Wie Architekt Joachim Mayer vom landkreiseigenen Eigenbetrieb IKP betont, wird das neue EK auf einer grünen Insel stehen. Die Pflanzaktion sei Teil der Ausgleichsmaßnahme für den alten Baumbestand, der am EK weichen musste und ein wichtiger Beitrag zum ökologischen Gleichwicht.



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Walter Emser-Wolpold zeigt den Schülern, wie Bäume fachmännisch gepflanzt werden. Lehrer Roland Paul, Monika Koch von der Abteilung Grün der Stadt sowie die Schüler des Regenwaldteams schauen interessiert zu.