(kk)
Ein Umzug von zwei Intensivstationen ist keine alltägliche Aufgabe. Minutiös wurden die Abläufe geplant. Im Vorfeld kam keinerlei Nervosität auf. Das Team gab sich selbstsicher, vertraute ihrer Vorplanung. Und sie sollten Recht behalten. Ärzte, Pflegepersonal, Medizintechnik, Betriebstechnik, IT und die Umzugshelfer agierten abgestimmt. Ein speziell eingerichteter Stützpunkt koordinierte die Verlegung jedes einzelnen Patienten. „Jederzeit hatten wir alles unter Kontrolle. Erstaunlich war, wie entspannt und gut die Laune aller Beteiligten war“, sagt Arne Ballies. Er koordinierte zusammen mit Simone Mayer, Leitung Pflege- und Prozessmanagement, das Projekt.
Geplant war, alle Patienten am Donnerstag bis 16 Uhr zu verlegen. Doch schon um 10:02 Uhr war die Verlegung des letzten Patienten abgeschlossen. „Alle Patienten haben den Transport ohne Komplikationen verkraftet“, sagt Dr. Korth. Bereits am Dienstag ist die erste der beiden Intensivstationen umgezogen. Auch Dr. Roman Schmucker beschreibt den Ablauf als „super gut vorbereitet“. In nur zwei Stunden ging dieser Umzug von 12 Patienten über die Bühne. Eine Schrecksekunde gab es allerdings, als der Ernstfall eintrat. Ein Patient musste reanimiert werden. „Wir haben diese Situation in unseren Szenarien geübt. Wir haben nichts dem Zufall überlassen. So konnten wir schnell und angemessen reagieren. Dieser Patient hat den Umzug gut überstanden“, sagt Dr. Schmucker. Selbst auf neue Zugänge war man vorbereitet. „Wir hatten so viele Kräfte im Einsatz, dass wir auch die Aufnahme zusätzlicher Patienten verkraftet hätten“, so Dr. Schmucker.
Die operative wie auch die medizinische Intensivstation befinden sich im ersten und zweiten Geschoss des neuen Notfallgebäude. Der Zugang zu diesen Intensivstationen erfolgt über das Hauptgebäude.